Programm

  1. Check-In
    7.30–9.00 Uhr
  2. Beginn
    9.00h – Steiermarkhof
  3. Information
    Ausstellung
  4. Eröffnung und Moderation

    Yvonne Sammer
    Business- & Eventmoderatorin, Dipl. SAin, Mediatorin, Jugendcoach

    Mit Know-How und dem richtigen Gespür für Menschen und Situationen ist Yvonne Sammer mittendrin, authentisch im Gespräch und souverän in ihrer Präsentation. Als kommunikativer Motor gewinnt sie geschickt die Aufmerksamkeit des Publikums und bringt das Wesentliche auf den Punkt!

  5. Grußworte

    Mag. Christopher Drexler
    Landesrat

    Mag. Siegfried Nagl
    Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

  6. Impuls

    Dr. Dirk Baier | Zürich
    Es wird erläutert, was die charakteristischen Merkmale von Extremismusformen sind, wie verbreitet sie sind und welche Einflussfaktoren die Zuwendung zum Extremismus hat.

  7. Pause
    10:30–11:00 Uhr
  8. 11:00 Uhr – Referat

    Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

    Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt sind Personen, die als Mitglieder marginalisierter gesellschaftlicher Gruppen wahrgenommen werden. Obwohl es eine Vielzahl von Angeboten für Kriminalitätsopfer in Niedersachsen bzw. Deutschland existieren, finden nur wenige Betroffene von rechter Gewalt Ihren Weg in die entsprechenden Hilfeangebote.

    Einer der Gründe dafür sind die erheblichen Zugangsbarrieren zu diesen Beratungsangeboten. Daraus folgt, dass für die Opfer rechter Gewalt ein spezielles Angebot geschaffen werden muss.

    Im Vortrag wird entsprechend zunächst die Ausgangssituation in Niedersachsen, Deutschland und Europa skizziert und eine Analyse der Betroffenengruppen vorgenommen. Anschließend werden die rechtlichen und psychologischen Grundlagen und Rahmenbedingungen der Beratungsangebote vorgestellt.

    Dr.in Bettina Doering | D
    Dr.in phil. Bettina Doering ist Diplom- Psychologin und leitet das Landes- Demokratiezentrum Niedersachsen am Niedersächsischen Justizministerium. Ihre Promotion schrieb Sie unter anderem zur Entwicklung moralischer Motivation im Kindes- und Jugendalter und untersuchte die Zusammenhänge zu Viktimisierungserfahrungen und Deliquenz.

  9. 11:40 Uhr – Referat

    Islam, Islamfeindlichkeit und Prävention von Islamismus - Praxisnaher Umgang mit religiös begründeter Ideologisierung

    Der Vortrag sowie die beiden Praxisforen befassen sich mit den Lebenswelten Jugendlicher. Schwerpunktmäßig geht es dabei um Fragen der Identität, der Orientierung und der Zugehörigkeit. In einer globalisierten Gesellschaft stellen diese Themen nicht nur die Jugendlichen selbst immer wieder vor Herausforderungen, sondern auch diejenigen, die mit ihnen tagtäglich arbeiten: Lehrkräfte, Jugend- und SozialarbeiterInnen, Schulsozialarbeit sowie Polizei, Verantwortliche in den Städten und Gemeinden…

    Irmtraud Eckart | D
    Arbeitet bei ufuq.de als Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Ideologisierung in Bayern.
    Sie studierte in Hamburg, Erlangen und Syrien Islamwissenschaften und Arabisch sowie Geographie mit Nahost-Schwerpunkt. Ihren Master absolvierte sie im Bereich der nachhaltigen (Stadt)entwicklung in der MENA- Region innerhalb eines deutsch-ägyptischen Masterprogramms.

  10. 12:20 Uhr – Referat

    Medienberichterstattung über Eingewanderte und Geflüchtete: Ist Integration doch nur Illusion?

    Die Medien haben den gewalttätigen Ausländer als Angstfigur wiederentdeckt. Die Zahl der Berichte über ausländische mutmaßliche Gewalttäter ist stark angestiegen, während über Gewalt an Ausländern kaum noch berichtet wird. Die Betroffenen selbst kommen kaum zu Wort. Berichtet wird vor allem das Scheitern, Beispiele des Gelingens werden kaum publik. So werden Fremdenhass und gesellschaftliche Polarisierung verschärft.

    Prof. Dr. Thomas Hestermann | D
    Fernsehjournalist und Medienwissenschaftler. Studium der Politik, Sozialpsychologie und Soziologie an der Leibniz-Universität Hannover, Promotion als Medienwissenschaftler an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Tätigkeit in der Medienforschung, Analyse der TV- Gewaltberichterstattung.

  11. Mittagspause
    13:00-14:00 Uhr
  12. 14:00 Uhr – Referat

    Pop-Dschihad & Propaganda

    Professionelle Medienarbeit war bisher ein Grundpfeiler des Erfolges des IS ab 2014. Sie umfasst neben dem hierfür eigens errichteten „Al Hayat Media Center“, das mitunter für die Produktion von Propagandafilmen verantwortlich ist, das monatliche Onlinemagazin Dabiq wie auch koordinierte Aktivitäten in Sozialen Medien wie Twitter und Facebook.

    Im Rahmen des Vortrags soll ein Überblick der Medienstrategien des IS geboten, Begrifflichkeiten und Codes der Propaganda analysiert werden.

    Tyma Kraitt | Ö
    Mag.a Tyma Kraitt (geb. 1984 in Bagdad, Irak) studierte Philosophie in Wien und ist freischaffende Publizistin und Buchautorin mit dem Schwerpunkt auf den Nahen und Mittleren Osten.

  13. 14:40 Uhr – Referat

    De-Radikalisierung und die Rolle der Familie

    In ganz Europa radikalisieren sich junge Menschen, reisen in Konfliktgebiete wie Syrien, den Irak oder Libyen aus oder begehen terroristische Verbrechen. Seit den Anschlägen von Paris, Brüssel, Nizza, Manchester, Barcelona und Berlin stehen Gesellschaft und Politik vor der Frage, wie eine Radikalisierung erkannt und gestoppt werden kann.

    Wie Anzeichen für eine Radikalisierung aussehen können, wie ein Deradikalisierungsprozess aussehen kann und welche Hilfestellung Hayat dafür geben kann, wird in diesem Vortrag erläutert.

    Kaan Mustafa Orhon | D
    Studium der Asien- und Islamwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn, abgeschlossen mit Bachelor of Arts.
    2011 bis 2015 Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation „Gesellschaft für bedrohte Völker“ in Göttingen, die sich für verfolgte ethnische und religiöse Minderheiten einsetzt. Arbeitsschwerpunkt muslimische Minderheiten in Europa.

  14. 15:20 Uhr – Referat

    Radikalismus und Aufklärung von jungen Muslimen

    Der Terror des „IS“ zerrt den Islam in tägliche Medienpräsenz. Hunderte „Österreichische Muslime“ sind in den Syrien- Krieg gezogen bzw. wollten in den Krieg ziehen. Die schrecklichen Ereignisse werfen vermehrt die Frage auf, ob der Islam und seine Anhänger an sich zur Gewaltbereitschaft aufrufen. Welchen Herausforderungen sind wir hier in Österreich nun ausgesetzt?

    Ramazan Demir | Ö
    Ist in Ludwigshafen am Rhein geboren und studierte Islamische Religionspädagogik an der Universität Wien. Er ist Gefängnis-Imam der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und fungiert als Leiter der Islamischen Gefängnisseelsorge. Zudem ist er als Dozent an der KPH Wien/Krems tätig.

  15. Pause
    16:00–16:30 Uhr
  16. Praxisforen
    16:30–18:30 Uhr
  17. Praxisforum 1

    „Neonazi“ – biographische Analyse von Ein- und Ausstiegsmotiven

    Das Praxisforum orientiert sich inhaltlich an dem Memoir „Neonazi“ von Timo F. In diesem Buch wird der Werdegang eines jungen Mannes chronologisch durch alle Stadien von Zugehörigkeit zur rechtsextrem orientierten Szene abgebildet. Auch wenn rechtsextrem orientierte Szeneeinstiege bzw. Zugehörigkeitsverläufe und die Entwicklungen von Ausstiegsmotiven prinzipiell individuell begründet und daher schwer zu generalisieren sind, so zeigt die Biographie Timo F.s doch einige Begründungszusammenhänge im Kontext von Szeneausstieg, -zugehörigkeit und -ausstieg, die in der Ausstiegspraxis resp. der biographischen Aufarbeitung von Szenebiographien immer wieder hervorstechen.

    Im Praxisforum werden mithilfe von Textbeispielen einerseits biographische Marker, die im Einstiegsprozess Wirksamkeit entfalten können, herausgearbeitet. Andererseits wird dezidiert die Entwicklung von Ausstiegsmotiven in den Fokus genommen.

    Es sollen Wege und Möglichkeiten diskutiert werden, dem einen sowohl entgegen zu wirken wie auch dem anderen Vorschub zu leisten, um letztlich Szeneeinstiegen vorzubeugen oder Ausstiege zu ermöglichen.

    Dr.in Bettina Doering | D

    Dr.in phil. Bettina Doering ist Diplom-Psychologin und leitet das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen am Niedersächsischen Justizministerium. Ihre Promotion schrieb Sie unter anderem zur Entwicklung moralischer Motivation im Kindes- und Jugendalter und untersuchte die Zusammenhänge zu Viktimisierungserfahrungen und Deliquenz.

     

    Stefan Saß

    Stefan Saß ist Diplom Sozialpädagoge/Sozialarbeiter. Er ist Gründungmitglied des Aussteigerprogramms für Rechtsextremisten des niedersächsischen Justizministeriums, AussteigerhilfeRechts, und seit 16 Jahren in der Ausstiegsbegleitung tätig.

  18. Praxisforum 2

    Teil 2: Islam, Islamfeindlichkeit und Prävention von Islamismus - Praxisnaher Umgang mit religiös begründeter Ideologisierung

    Achtung: Diese Praxisforen von Irmtraud Eckart und Günther Ebenschweiger finden an beiden Tagen mit einem Teil 1 und einem ergänzenden Teil 2 statt!

    Im Vortrag | Praxisforen sollen MultiplikatorInnen zunächst für die Motive und Interessen der Jugendlichen sensibilisiert werden. Nur dadurch kann es gelingen Jugendlichen reflektierte Zugänge zu Fragen von Religion, Identität und Zugehörigkeit aufzuzeigen und dadurch die positiven Seiten eines pluralen Miteinanders für sie erfahrbar zu machen. Gerade in Hinblick auf salafistische Angebote, die genau an diesen Thematiken ansetzten, ist es notwendig alternative Angebote zu schaffen. Diese fördern demokratische und pluralistische Haltungen und wirken somit präventiv auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

    Günther Ebenschweiger | Ö

    Leiter des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention und Geschäftsführer von aktivpraeventiv.

    Seine Schwerpunktthemen sind: sexuelle Gewalt (auch online) | häusliche Gewalt | Angst | Medienkompetenz | Cybermobbing | WhatsApp & Co | Opferverhalten | Extremismus & Radikalismus | Netzwerk- und Kooperationsmanagement.

    Universitärer Lehrgang „Neo-Salafistischer Islamismus. Grundlagen – Analyse – Prävention“ und Masterstudium „Interreligiöser Dialog: Begegnung von Juden, Christen und Muslimen“ an der Donau-Universität Krems; Train-the-Trainer-Fortbildung zum Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus(-prävention) mit beispielsweise folgenden Aspekten: Islam und Demokratie, Fundamentalismus, Extremismus, Religion für Jugendliche, Islam in der Schule, Anzeichen und Verläufe von Radikalisierung, Übergang von Prävention zu Intervention in Berlin.

  19. Praxisforum 3

    Teil 1: Islam, Islamfeindlichkeit und Prävention von Islamismus - Praxisnaher Umgang mit religiös begründeter Ideologisierung

    Achtung: Diese Praxisforen von Irmtraud Eckart und Günther Ebenschweiger finden an beiden Tagen mit einem Teil 1 und einem ergänzenden Teil 2 statt!

    Im Vortrag | Praxisforen sollen MultiplikatorInnen zunächst für die Motive und Interessen der Jugendlichen sensibilisiert werden. Nur dadurch kann es gelingen Jugendlichen reflektierte Zugänge zu Fragen von Religion, Identität und Zugehörigkeit aufzuzeigen und dadurch die positiven Seiten eines pluralen Miteinanders für sie erfahrbar zu machen. Gerade in Hinblick auf salafistische Angebote, die genau an diesen Thematiken ansetzten, ist es notwendig alternative Angebote zu schaffen. Diese fördern demokratische und pluralistische Haltungen und wirken somit präventiv auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

    Irmtraud Eckart | D

    Arbeitet bei ufuq.de als Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Ideologisierung in Bayern.
    Sie studierte in Hamburg, Erlangen und Syrien Islamwissenschaften und Arabisch sowie Geographie mit Nahost-Schwerpunkt. Ihren Master absolvierte sie im Bereich der nachhaltigen (Stadt)entwicklung in der MENA-Region innerhalb eines deutsch-ägyptischen Masterprogramms.

  20. Praxisforum 4

    Einfluss auf die Medien: Teil der Veränderung werden, die man will

    Wie Journalisten berichten, hat vor allem damit zu tun, was hohe Aufmerksamkeit verspricht. Alarm zu schlagen und Schreckensmeldungen zu verbreiten, ist dafür ein besonders einfaches Mittel – aber nicht das einzige! Die Begegnung zwischen kulturellen Grenzen lässt sich ebenso in berührenden, ermutigenden oder auch kuriosen Geschichten erzählen. Als erfahrener Journalist zeigt Dr. Thomas Hestermann, wie Strategien gegen Hass und Polarisierung aussehen können und wie sich ermutigende Beispiele von Integration in die Öffentlichkeit tragen lassen.

    Prof. Dr. Thomas Hestermann | D

    Fernsehjournalist und Medienwissenschaftler. Studium der Politik, Sozialpsychologie und Soziologie an der Leibniz-Universität Hannover, Promotion als Medienwissenschaftler an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Tätigkeit in der Medienforschung, Analyse der TV-Gewaltberichterstattung.

  21. Praxisforum 5

    Pop-Dschihad & Propaganda

    Im Rahmen des Praxisforums sollen wesentliche Strategien des IS zur Propagandaverbreitung rekapituliert werden. In einem weiteren Schritt werden wir gemeinsam Propagandamaterial analysieren und die unterschiedlichen Codes herausarbeiten. Zu beachten sind hierbei folgende Fragen: an wen richtet sich die Botschaft und welche populär- oder subkulturellen Zitate finden sich darin?

    Anknüpfend an dieser Sensibilisierung für die Materie widmen wir uns der Problematik des praktischen Umgangs mit Menschen, die für derartige Propaganda anfällig sind.

    Tyma Kraitt | Ö

    Mag.a Tyma Kraitt (geb. 1984 in Bagdad, Irak) studierte Philosophie in Wien und ist freischaffende Publizistin und Buchautorin mit dem Schwerpunkt auf den Nahen und Mittleren Osten.

  22. Praxisforum 6

    De-Radikalisierung und die Rolle der Familie

    In ganz Europa radikalisieren sich junge Menschen, reisen in Konfliktgebiete wie Syrien, den Irak oder Libyen aus oder begehen terroristische Verbrechen. Seit den Anschlägen von Paris, Brüssel, Nizza, Manchester, Barcelona und Berlin stehen Gesellschaft und Politik vor der Frage, wie eine Radikalisierung erkannt und gestoppt werden kann.

    Im Praxisforum besteht die Möglichkeit, den Vortragsinhalt vertieft zu diskutieren, konkrete Erfahrungen aus der Beratungsarbeit von Hayat vorzustellen und Fallbeispiele gemeinsam zu erörtern.

    Kaan Mustafa Orhon | D

    Studium der Asien- und Islamwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, abgeschlossen mit Bachelor of Arts.

    2011 bis 2015 Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation „Gesellschaft für bedrohte Völker“ in Göttingen, die sich für verfolgte ethnische und religiöse Minderheiten einsetzt. Arbeitsschwerpunkt muslimische Minderheiten in Europa.

  23. Praxisforum 7

    Faktoren der Radikalisierung bei jungen Muslimen und die Bedeutung der Präventionsarbeit und De-Radikalisierungsarbeit

    Warum radikalisieren sich junge Muslime? Mit welchen manipulativen Methoden arbeiten die Extremisten? Umgang mit extremistischen Jugendlichen Beleuchtung von Begriffen wie „Dschihad“ und „Scharia“ Gemeinsame Diskussion über die Situation und Herausforderungen der Muslime in Österreich

    Ramazan Demir | Ö

    Ist in Ludwigshafen am Rhein geboren und studierte Islamische Religionspädagogik an der Universität Wien. Er ist Gefängnis-Imam der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und fungiert als Leiter der Islamischen Gefängnisseelsorge. Zudem ist er als Dozent an der KPH Wien/Krems tätig.

  24. Empfang/Abendveranstaltung
    19:00 – 22:00 Uhr

 

  1. Check-In
    7.30–9.00 Uhr
  2. Beginn
    9.00h – Steiermarkhof
  3. Information
    Ausstellung
  4. 9:00 Uhr – Referat

    Entwicklungsorientierte Prävention von (Rechts)Extremismus

    Im Vortrag werden die bisher zusammengetragenen wissenschaftlichen Erkenntnisse einer Metaanalyse der bestehenden Forschungslage zur Prävention von Rechtsextremismus zu möglichen relevanten Risiko-Schutzfaktoren einer (rechts-)extremen Radikalisierung sowie diskriminierendem Verhaltens von Kindern und Jugendlichen präsentiert und die geplanten Maßnahmen zur Entwicklung von wirkungsorientierten Präventionsansätzen sowie zur Realisierung des Wissenschafts – Praxis – Dialogs vorgestellt.

    Thomas Müller | D
    Studium an der Nds. Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Fachbereich Polizei in Hildesheim; Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster – Hiltrup; Dozent im Beccaria – Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention des Landespräventionsrates Niedersachsen; Leiter der Koordinierungsstelle des „Landesprogramms gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Menschenrechte“ beim Landespräventionsrat Niedersachsen.

  5. 9:40 Uhr – Referat

    Medienerziehung und Radikalisierungsprävention?
    Potenziale und Herausforderungen in der Präventionsarbeit zu extremistischer Internetpropaganda mit Jugendlichen

    Fake News, Hate Speech, Propaganda – diese Schlagworte fallen häufiger, wenn das Internet zum Thema wird. Längst ist klar, dass insbesondere Jugendliche bestimmte Fertigkeiten benötigen, um sich in einer zunehmend durch digitale Medien geprägten Welt zurecht finden zu können. Doch welchen Beitrag kann die Medienerziehung zur primären Prävention von Radikalisierung leisten? Welche Potenziale aber auch Herausforderungen birgt die (medienerzieherische) Präventionsarbeit zu extremistischer Propaganda für Jugendliche und ihre MultiplikatorInnen?

    Julian Ernst | D
    Erziehungswissenschaftler. Lehramtsstudium in Köln und Istanbul. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im EU-Forschungsprojekt CONTRA und am Arbeitsbereich für Interkulturelle Bildungsforschung an der Universität zu Köln.

    Forscht zu allgemeindidaktischen und medienpädagogischen Fragestellungen, speziell im Feld der Radikalisierungsprävention.

  6. Pause
    10:20-10:40 Uhr
  7. 10:40 Uhr – Referat

    Interreligiöser Dialog als Prävention gegen Radikalismus

    Djihadistische Bewegungen streben gezielt eine Spaltung der europäischen Gesellschaften durch größtmöglichen Terror an, um der eigenen Sache weitere Menschen zuzutreiben. Eine Aufschaukelung zwischen islamistischen und islamfeindlichen rechten Gruppierungen ist Teil dieser Strategie und Gewaltspirale.

    Der interreligiöse Dialog ist von daher keine romantische Sache von Idealisten, sondern wird in dieser politischen Perspektive als Widerstand der Zivilgesellschaft gegen Gewalt und Radikalismus verstanden.

    PD Mag. Dr. theol. Ernst Fürlinger | Ö
    Leiter des Zentrums Religion und Globalisierung, Department Migration und Globalisierung, Donau-Universität Krems.

    Dozent am Institut für Religionswissenschaft, Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Wien.

  8. 11:20 Uhr – Referat

    Crossover – Lasst uns froh und bunter sein!
    Vielfalt als Grundlage einer demokratischen Gesellschaft

    Eine aktuelle Studie der TUI Stiftung hat ergeben, dass nur rund die Hälfte der jungen Menschen in den bevölkerungsreichsten Ländern Europas die Demokratie als beste Staatsform erachten. Crossover ist Haltungsarbeit: Wie stehe ich zu den Herausforderungen gesellschaftlicher Vielfalt? Konfrontiert mit den vereinfachenden Positionen anderer ermutigen wir die Jugendlichen zur differenzierten und aktiven Meinungsbildung. Unsere offene Gesellschaft braucht Menschen, die „dem Fremden“ unvoreingenommen begegnen, die (auch eigene) Vorurteile hinterfragen und sich von anderen Lebensweisen und Anschauungen bereichern und inspirieren lassen.

    Reinhard Gesse | D
    Schauspieler/Theaterpädagoge in Warendorf/Westfalen geboren und aufgewachsen. Nach dem Abschluss der Fachhochschulreife für Sozialpädagogik -Schauspielausbildung in München. 1994 Mitbegründer und Leitung der theaterpädagogischen werkstatt Osnabrück. Arbeit in der Präventionsarbeit: sexuelle Gewalt, Sucht und Cybermobbing. Neuste Projekt „Crossover“ Lasst uns froh und bunter sein“. Thema Rechtsextremismus - Demokratie und Vielfalt.

  9. Mittagspause
    12:00-13:00 Uhr
  10. 13:00 Uhr – Referat

    Politische Salafiyya und Terrorismus

    Was kann die Motivation von Menschen sein eine religiös begründete politisch-extremistische Ideologie zu verkünden, und deren Umsetzung mit Gewalt zu proagieren? Warum lassen sich Menschen dazu motivieren diesen Ideen zu folgen und dafür das Leben anderer Menschen und ihr eigenes zu vernichten? Wer ist der ferne und der nahe Feind, den es zu bekämpfen gilt?
    Worauf basiert die grundlegende Idee dieser Ideologie, die so absolut vertreten wird, dass auch Menschen in Österreich dieser anheimgefallen sind.
    Diese Fragen sollen im Vortrag kurz skizziert werden.

    Moussa Al-Hassan Diaw |Ö
    Moussa Al-Hassan Diaw, M.A., Dipl.-Päd. lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Österreich und ist Mitgründer von derad.at und derad.org des „Netzwerkes Sozialer Zusammenhalt, Prävention, Deradikalisierung und Demokratie“. Er ist Doktorand an der Universität Osnabrück (Deutschland), wo er zum Thema „Muslimischer Zelotismus und politischer Salafismus“ promoviert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator der Imam-Weiterbildung tätig war und weiterhin lehrt.

  11. 13:40 Uhr – Referat

    Plädoyer für einen breiten Extremismusbegriff

    Die Auseinandersetzung mit dem Radikalen setzt eine Infragestellung des Anderen wie des Selbst voraus. Spätestens im Sommer 2014 dominiert das Thema Salafismus, eine fundamentalistische Spielart des Islam, verortet an den theologischen und politischen Rändern des sunnitischen Spektrums, den medialen und politischen Diskurs.

    In der mit Bekämpfungsnotwendigkeit aufgeladenen Atmosphäre, welche das Diskursfeld und die Forschung gleichermaßen alarmierend prägt, bleibt wenig Raum um Machtverhältnisse und Gewaltprämissen kritisch zu beleuchten.

    Problematisch erscheint hierbei nicht nur die Vermittlung eines engen Extremismusbegriffes, mit dem Fokus auf den religiös-begründeten Extremismus, sondern dessen unauflösliche Konnotation mit „dem Islam“ als bedrohliche und potentiell gewaltbereite Religion, sowie ein verengter Blick auf die Jugend.

    Myassa Kraitt B.A. | Ö
    Kultur- und Sozialanthropologin, Beraterin, Trainerin und seit mehreren Jahren im Flüchtlingsbereich tätig, u.a. einst in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen, in der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen für den Arbeiter Samariter Bund, sowie Caritas Sintem und Hemayat – Zentrum für Kriegs- und Folterüberlebende. Derzeit übt sie die Stellvertretende Leitung in der bundesweiten Anlaufstelle Beratungsstelle Extremismus aus und ist für diese seit 2014 als Beraterin und Trainerin tätig. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich kritisch mit Radikalisierungs- und Deradikalisierungskonzepten. Sie plädiert für eine Pädagogik des Radikalen, in der das Potential des Radikalen ebenfalls Gültigkeit erfährt.

  12. 14:20 Uhr – Referat

    Wie kann Präventionsarbeit gelingen?

    Gelingende präventive Arbeit setzt Langfristigkeit und Kontinuität voraus. Persönliche Entwicklungsprozesse finden dann statt, wenn das Verhältnis zu jungen Menschen sowohl von Akzeptanz als auch von Anforderungen geprägt ist; und das verlangt eine hohe Professionalität der MultiplikatorInnen.

    Demgegenüber leidet die präventive Arbeit vor Ort aber häufig an Zeitknappheit, mangelnder Kontinuität und an einer Kurzatmigkeit des praktischen präventiven Engagements, so dass eine deutliche Wissenschaft-Praxis-Lücke klafft.

    Entscheidend ist, dass Prävention als Teil der Gesellschaft auf eine (gesamt-)gesellschaftliche Unterstützung angewiesen ist, die in vielen Fällen nicht ausreichend gewährt wird und, dass präventives Engagement selbstverständlich auch Grenzen hat.

    Gegen Radikalismus | Extremismus gibt es keine Patentrezepte. Auch die Prävention hat solche nicht zu bieten. Präventive Strategien sind dann wirksam und nachhaltig, wenn einer erforderlichen Strategie (Bedarf | Diagnose | Anerkennung | Rückmeldung | Risiko-Schutzfaktoren | Vernetzung | ...) gesamtgesellschaftlich gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    Günther Ebenschweiger | Ö
    Leiter des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention und Geschäftsführer von aktivpraeventiv.
    Seine Schwerpunktthemen sind: sexuelle Gewalt (auch online) | häusliche Gewalt | Angst | Medienkompetenz | Cybermobbing | WhatsApp & Co | Opferverhalten | Extremismus & Radikalismus | Netzwerk- und Kooperationsmanagement.

    Universitärer Lehrgang „Neo-Salafistischer Islamismus. Grundlagen – Analyse – Prävention“ und Masterstudium „Interreligiöser Dialog: Begegnung von Juden, Christen und Muslimen“ an der Donau-Universität Krems;
    Train-the-Trainer-Fortbildung zum Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus(-prävention) mit beispielsweise folgenden Aspekten: Islam und Demokratie, Fundamentalismus, Extremismus, Religion für Jugendliche, Islam in der Schule, Anzeichen und Verläufe von Radikalisierung, Übergang von Prävention zu Intervention in Berlin.

  13. Pause
    15:00-15:30 Uhr
  14. Praxisforen
    15:30–17:30 Uhr
  15. Praxisforum 8

    Politische Salafiyya und Terrorismus

    Im Praxisforum soll in der dazu zur Verfügung stehenden Zeit auf die internationale Entwicklung und die Entstehung Al-Qaidas und des sogenannten Islamischen Staates eingegangen werden.

    Auch die im deutschsprachigen Raum aktiven Vertreter und deren Formen der Propaganda sollen dargestellt werden. Dazu soll auch die Hintergründe für Radikalisierung und die Motivation von Menschen thematisiert und diskutiert werden, die von charismatischen Persönlichkeiten benutzt werden, um im Bekanntenkreis, in Videos oder sozialen Medien für diese Ideen zu werben.

    Die Arbeit des Vereines DERAD im Rahmen der Prävention und sogenannten Deradikalisierung wird ebenfalls kurz vorgestellt werden.

    Moussa Al-Hassan Diaw | Ö

    Moussa Al-Hassan Diaw, M.A., Dipl.-Päd. lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Österreich und ist Mitgründer von derad.at und derad.org des „Netzwerkes Sozialer Zusammenhalt, Prävention, Deradikalisierung und Demokratie“. Er ist Doktorand an der Universität Osnabrück (Deutschland), wo er zum Thema „Muslimischer Zelotismus und politischer Salafismus“ promoviert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator der Imam-Weiterbildung tätig war und weiterhin lehrt.

  16. Praxisforum 9

    Teil 2: Islam, Islamfeindlichkeit und Prävention von Islamismus - Praxisnaher Umgang mit religiös begründeter Ideologisierung

    Achtung: Diese Praxisforen von Irmtraud Eckart und Günther Ebenschweiger finden an beiden Tagen mit einem Teil 1 und einem ergänzenden Teil 2 statt!

    Im Vortrag | Praxisforen sollen MultiplikatorInnen zunächst für die Motive und Interessen der Jugendlichen sensibilisiert werden. Nur dadurch kann es gelingen Jugendlichen reflektierte Zugänge zu Fragen von Religion, Identität und Zugehörigkeit aufzuzeigen und dadurch die positiven Seiten eines pluralen Miteinanders für sie erfahrbar zu machen. Gerade in Hinblick auf salafistische Angebote, die genau an diesen Thematiken ansetzten, ist es notwendig alternative Angebote zu schaffen. Diese fördern demokratische und pluralistische Haltungen und wirken somit präventiv auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

    Günther Ebenschweiger | Ö

    Leiter des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention und Geschäftsführer von aktivpraeventiv.
    Seine Schwerpunktthemen sind: sexuelle Gewalt (auch online) | häusliche Gewalt | Angst | Medienkompetenz | Cybermobbing | WhatsApp & Co | Opferverhalten | Extremismus & Radikalismus | Netzwerk- und Kooperationsmanagement.

    Universitärer Lehrgang „Neo-Salafistischer Islamismus. Grundlagen – Analyse – Prävention“ und Masterstudium „Interreligiöser Dialog: Begegnung von Juden, Christen und Muslimen“ an der Donau-Universität Krems; Train-the-Trainer-Fortbildung zum Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus(-prävention) mit beispielsweise folgenden

  17. Praxisforum 10

    Teil 1: Islam, Islamfeindlichkeit und Prävention von Islamismus - Praxisnaher Umgang mit religiös begründeter Ideologisierung

    Achtung: Diese Praxisforen von Irmtraud Eckart und Günther Ebenschweiger finden an beiden Tagen mit einem Teil 1 und einem ergänzenden Teil 2 statt!

    Im Vortrag | Praxisforen sollen MultiplikatorInnen zunächst für die Motive und Interessen der Jugendlichen sensibilisiert werden. Nur dadurch kann es gelingen Jugendlichen reflektierte Zugänge zu Fragen von Religion, Identität und Zugehörigkeit aufzuzeigen und dadurch die positiven Seiten eines pluralen Miteinanders für sie erfahrbar zu machen. Gerade in Hinblick auf salafistische Angebote, die genau an diesen Thematiken ansetzten, ist es notwendig alternative Angebote zu schaffen. Diese fördern demokratische und pluralistische Haltungen und wirken somit präventiv auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

    Irmtraud Eckart | D

    Arbeitet bei ufuq.de als Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Ideologisierung in Bayern.
    Sie studierte in Hamburg, Erlangen und Syrien Islamwissenschaften und Arabisch sowie Geographie mit Nahost-Schwerpunkt. Ihren Master absolvierte sie im Bereich der nachhaltigen (Stadt)entwicklung in der MENA-Region innerhalb eines deutsch-ägyptischen Masterprogramms.

  18. Praxisforum 11

    Medienkritikfähigkeit Jugendlicher fördern. Der didaktische Ansatz im EU-Forschungsprojekt CONTRA.

    Im Praxisforum soll einerseits die Möglichkeit gegeben werden, Rückfragen zum Vortrag „Medienerziehung und Radikalisierungsprävention? Potenziale und Herausforderungen in der Präventionsarbeit zu extremistischer Internetpropaganda mit Jugendlichen“ stellen zu können.
    Andererseits soll ein Einblick in den didaktischen Ansatz gewährt werden, der im EU-Forschungsprojekt CONTRA verfolgt wurde, um die Medienkritikfähigkeit Jugendlicher – als einer zentralen Facette von Medienkompetenz – zu fördern.

    Julian Ernst | D

    Erziehungswissenschaftler. Lehramtsstudium in Köln und Istanbul. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im EU-Forschungsprojekt CONTRA und am Arbeitsbereich für Interkulturelle Bildungsforschung an der Universität zu Köln.

    Forscht zu allgemeindidaktischen und medienpädagogischen Fragestellungen, speziell im Feld der Radikalisierungsprävention.

  19. Praxisforum 12

    Interreligiöser Dialog als Prävention gegen Radikalismus

    Im Praxisforum soll einerseits die Methode des Dialogs geübt werden, andererseits sollen praktische Möglichkeiten der interreligiösen Kontakt- und Begegnungsarbeit ausgetauscht werden.

    Personen, die sich auf lokaler Ebene für das Projekt des interreligiösen Dialogs einsetzen bzw. einsetzen wollen, sollen dadurch konkrete Praxisideen und Werkzeuge vermittelt bekommen und für das praktische Handeln in diesem Bereich ermutigt werden.

    PD Mag. Dr. theol. Ernst Fürlinger | Ö

    Leiter des Zentrums Religion und Globalisierung, Department Migration und Globalisierung, Donau-Universität Krems.

    Dozent am Institut für Religionswissenschaft, Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Wien.

  20. Praxisforum 13

    Crossover – Lasst uns froh und bunter sein!

    Ein 2-teiliges theaterpädagogisches Präventionsprogramm mit methodischen Übungen für Menschen ab 15 Jahren. Crossover ist das neueste Präventionsprogramm der theaterpädagogische werkstatt aus Osnabrück. Es behandelt die Themen Demokratie und kulturelle Vielfalt mit den Schwerpunkten Rassismus, Gender, Gleichberechtigung und Homophobie. Toleranz ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Aber gerade für Jugendliche ist sie nicht immer selbstverständlich. "Nee, ich bin kein Rassist oder ausländerfeindlich oder so!" In spannenden Dialogen zwischen zwei Jugendlichen werden versteckte Ressentiments gegen Menschen deutlich, die "anders" sind als die Mehrheitsgesellschaft. Menschen, die eine andere Hautfarbe haben, eine andere Religion ausüben, anders lieben. Das Programm zeigt Vorurteile auf und öffnet den Raum für Vielfalt und Toleranz.

    Reinhard Gesse | D

    Schauspieler/Theaterpädagoge in Warendorf/Westfalen geboren und aufgewachsen. Nach dem Abschluss der Fachhochschulreife für Sozialpädagogik – Schauspielausbildung in München. 1994 Mitbegründer und Leitung der theaterpädagogischen werkstatt Osnabrück. Arbeit in der Präventionsarbeit: sexuelle Gewalt, Sucht und Cybermobbing. Neuste Projekt „Crossover“ Lasst uns froh und bunter sein“. Thema Rechtsextremismus – Demokratie und Vielfalt.

  21. Praxisforum 14

    Extremismus – Was hat das eigentlich mit mir zu tun?!

    In jüngster Zeit ist „das Radikale“ eines der bestimmenden gesellschaftlichen Themen. Gerade der Zulauf radikal-islamistischer und rechtsextremer Bewegungen stellt besonders MultiplikatorInnen vor neue Herausforderungen. Das Praxisforum „Extremismus – Was hat das eigentlich mit mir zu tun?!“ richtet sich an MultiplikatorInnen im (sozial-)pädagogischen Bereich.

    Grundlegendes Ziel ist das Fördern von Handlungsfähigkeit sowohl bei den MultiplikatorInnen selbst als auch bei den AdressatInnen. Im Mittelpunkt steht nicht der Output, sondern der Prozess durch Dialog, Diskussion und Reflexion. Was hat das Radikale bzw. Extremismus mit MIR zu tun und wo verorte ich es in mir? Wie wirkt dies auf meine berufliche Praxis?

    Myassa Kraitt B.A. | Ö

    Kultur- und Sozialanthropologin, Beraterin, Trainerin und seit mehreren Jahren im Flüchtlingsbereich tätig, u.a. einst in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen, in der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen für den Arbeiter Samariter Bund, sowie Caritas Sintem und Hemayat – Zentrum für Kriegs- und Folterüberlebende.
    Derzeit übt sie die Stellvertretende Leitung in der bundesweiten Anlaufstelle Beratungsstelle Extremismus aus und ist für diese seit 2014 als Beraterin und Trainerin tätig.
    In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich kritisch mit Radikalisierungs- und Deradikalisierungskonzepten.
    Sie plädiert für eine Pädagogik des Radikalen, in der das Potential des Radikalen ebenfalls Gültigkeit erfährt.

  22. Praxisforum 15

    Wie können wir Kinder und Jugendliche vor Diskriminierung und (rechts)extremer Radikalisierung bewahren?

    Die Teilnehmenden des Praxisforums bekommen die Gelegenheit zur interdisziplinären Reflektion der vorgestellten wissenschaftlichen Erkenntnisse, bewerten die Bedeutung der Erkenntnisse für ihre jeweilige Praxis und erarbeiten gemeinsam, welche konkreten Handlungsansätze bzw. konkreten Präventionsmaßnahmen sich aus den Erkenntnissen ableiten lassen.

    Zum Ende des Praxisforums bekommen die Teilnehmenden Gelegenheit, ihre eigenen Ergebnisse mit den aktuellen, auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse erarbeiteten Handlungsempfehlungen zur entwicklungsorientierten Prävention von Rechtsextremismus des Landespräventionsrates Niedersachsen abzugleichen.

    Thomas Müller | D

    Studium an der Nds. Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Fachbereich Polizei in Hildesheim; Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster – Hiltrup; Dozent im Beccaria – Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention des Landespräventionsrates Niedersachsen; Leiter der Koordinierungsstelle des „Landesprogramms gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Menschenrechte“ beim Landespräventionsrat Niedersachsen.

  23. Ende
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