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Programm

  1. Check-In
    7.30–9.00 Uhr
  2. Beginn
    9.00h – Steiermarkhof
  3. Eröffnung und Moderation

    Günther Ebenschweiger
    Geschäftsführer von aktivpraeventiv Plattform für Kriminalprävention Wissenstransfer und Vernetzung GmbH. Präsident des Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention Leiter der Polizeiinspektion Jakomini in Graz

  4. Musical (Auszug)

    „Tuishi Pamoja – Eine Freundschaft in der Savanne”
    Volksschule Kraubath an der Mur

  5. Grußworte

    Hermann Schützenhöfer
    Landeshauptmann der Steiermark

    Mag. Siegfried Nagl
    Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

    Erich Marks
    Geschäftsführer Deutscher Präventionstag

  6. Impuls

    Prof. DDr. Martin Killias | Zürich
    Wie viel darf’s denn kosten? Bekämpfung häuslicher Gewalt – wirksam aber bezahlbar!

  7. Pause
    10:30–11:00 Uhr
  8. 11:00 Uhr – Referat

    „Sie haben ja nur zugeschaut“: Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Kinder und ihre Folgen für die Eltern.

    Der Vortrag skizziert die Folgen der Zeugenschaft von häuslicher Gewalt für Kinder und Jugendliche. Dabei werden vom Kleinkind- bis zum Jugendalter alterstypische Reaktionen aufgezeigt und dargestellt, welche Auswirkungen dies für die Eltern hat.

    Dr.phil Thomas Aebi | CH
    Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie FSP und für Rechtspsychologie FSP und Leiter der Kantonalen Erziehungsberatung der Region Oberaargau in Langenthal/Schweiz.

  9. 11:30 Uhr – Referat

    Was Zuhause passiert bleibt daheim! Wie geht die Schule mit Kindern und Jugendlichen um, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

    Wie können Lehrpersonen, Fachpersonen aus den Bereichen der Schulsozialarbeit oder des Schulmedizinischen Dienstes von häuslicher Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche identifizieren. Was dann?

    Ursula Klopfstein | CH
    Erstausbildung zur Pfegefachfrau 1985, danach Medizinstudium und Erwerb des Facharzttitels Rechtsmedizin FMH. Dissertation zum Thema: „The possibilities and limitations of the disulfiram-assisted therapy of alcoholics“ (supervised Prof. H.U. Fisch Bern).

  10. 12:00 Uhr – Referat

    Betretungsverbot für gewalttätige Eltern? – Rechtliche und praktische Probleme im polizeilichen Umgang mit Gewalt zwischen Eltern und ihren minderjährigen Kindern

    Gewalt zwischen Eltern und minderjährigen Kindern stellt die Polizei, aber auch die Jugendwohlfahrt, vor besondere Herausforderungen. Die Vortragenden stellen die rechtlichen und praktischen Probleme in der Praxis sowie entsprechende Lösungsmodelle vor.

    Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Katharina Beclin | Ö
    1966 in Wien geboren, studierte ich an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Nach der Absolvierung der Gerichtspraxis wurde ich Universitätsassistentin am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien, seit 2006 bin ich Assistenzprofessorin für Kriminologie.

  11. 12:30 Uhr – Referat

    „Ich bin mir sicher, dass meine Kinder von der Gewalt nichts mitbekommen ...“ – Die Bedeutung kindlicher Zeugenschaft von Gewalt für die spätere Ausbildung von Symptomen

    In unserem Vortrag werden wir basierend auf den neuesten Forschungsergebnissen zum Thema „Zeugenschaft“ vor allem auf die Entwicklung einer „Trauma-Biografie“ auf Basis eben dieser Zeugenschaften eingehen.

    Dr. Thomas Beck | Ö
    Klinischer und Gesundheitspsychologe, Notfallpsychologe;

    Mag.a Iris Trawöger | Ö
    Erziehungswissenschafterin, Psychotherapeutin; Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT); Therapeutin Kinderbühne Landeck (2011- 2013);

  12. Mittagspause
    13:00-14:00 Uhr
  13. 14:00 Uhr – Referat

    Besonderheiten im Umgang mit Kindern als Mitbetroffene von Gewalt in Paarbeziehungen: Anforderungen an geeignete Unterstützungsangebote

    Gemäß der vorliegenden Forschung muss davon ausgegangen werden, dass 10-30% aller Kinder direkt oder indirekt von Gewalt in Paarbeziehungen betroffen sind. Dies ist eine potenzielle Gefährdung für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Es wird aufgezeigt, welche Anforderungen geeignete Unterstützungsangebote für diese Kinder erfüllen sollten.

    Katrin Meier, Lic. phil., MPH | CH
    Studium der Psychologie an der Universität Bern, Master of Public Health an den Universitäten Basel, Bern und Zürich, Thesis zum Thema "Kinder als Mitbetroffene von Partnerschaftsgewalt".

  14. 14:30 Uhr – Referat

    Posttraumatische Belastungsstörung als mögliche Folge physischer und/oder psychischer Gewalt (ein kurzer Überblick)

    – Was ist ein Trauma (in aller Kürze) – Wann wird aus einem Trauma eine Krankheit (eine kurze Zusammenfassung eines komplexen Themas) – Welche Faktoren sind neben dem stattgehabten Trauma maßgeblich mitbeteiligt – „Fürsorge“ von Verantwortungstragenden als möglicher Präventionsansatz?

    Uwe Fleischer | Ö
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
    Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

  15. 15:00 Uhr – Referat

    Kinder mittendrin – im Schatten häuslicher Gewalt

    Wenn’s Zuhause kracht, dann versteckt sich Tobias mit seiner kleinen Schwester unter dem Bett. Laura ist traurig, immer wieder streiten ihre Eltern so heftig, am liebsten würde sie dieses Geheimnis jemandem erzählen, aber wem?

    In vielen Familien ist zudem die Dualproblematik Gewalt und Alkohol anzutreffen. Beide Themen sind mit Scham behaftet. Das Bewusstsein, dass bereits das Miterleben von Gewalt sowie der problematische Alkoholkonsum der Eltern Kindern schaden, ist noch wenig vorhanden.

    Susanne Wasserfallen | CH
    Fachmitarbeiterin Suchtprävention Aargau, Projektleiterin Kindermittedrin

  16. 15:30 Uhr – Referat

    SIGNALe setzen – Intervention in der Gesundheitsversorgung bei häuslicher Gewalt.

    Der Vortrag zeigt Hintergründe, Eckpunkte, den aktuellen Stand und Herausforderungen in der Intervention im Bereich der Gesundheitsversorgung. Die Bedeutung der Intervention für den Kinderschutz und für den langfristigen Abbau häusliche Gewalt wird besondere Beachtung finden.

    Karin Wieners | D
    Diplom-Politologin und Magistra Public Health Seit 1998 Beschäftigung mit Fragen der Intervention und Prävention bei häuslicher und sexualisierter Gewalt. Langjährige Mitarbeit in einem Berliner Frauenhaus. Mitarbeit in der wiss. Begleitung des 1. Interventionsprojekts in der Rettungsstelle einer Berliner Klinik und im Modellprojekt „Medizinische Intervention gegen Gewalt“. Seit 2010 Referentin in der Koordinierungsstelle des S.I.G.N.A.L. e.V..

  17. Pause
    16:00–16:30 Uhr
  18. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 1

    Ermitteln statt vermitteln?
    Wieso keine Mediation?

    Vermitteln durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten gilt als verpönt. Gleichzeitig wird überall das Hohelied der Mediation gesungen. Was soll nun gelten? Wie kommt man den Bedürfnissen der Opfer entgegen?

    Prof. DDr. Martin Killias | CH

    University of St Gallen: Law School, Permanent visiting professor of criminal law, criminal procedure and criminology (2013-) Honorary Professor, University of Lausanne Professor emeritus, University of Zurich
    HSW Luzern: Lecturer in criminology of economic crime

  19. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 2

    „Auf der sicheren Seite“

    Strategien für den Umgang mit Verdacht auf häusliche Gewalt und die Beratung des gewaltbetroffenen Elternteils im Umgang mit den Kindern.

    Gewalt in Paarbeziehungen hat nicht nur markante Auswirkungen auf die Befindlichkeit und das Verhalten der Kinder, sondern auch auf den gewaltbetroffenen Elternteil. Dieser ist dadurch nicht selten in seiner Rolle und Aufgabe als Erziehender beeinträchtigt. Da die Kinder auf die Situation reagieren und daher meistens erhöhte erzieherische Anforderungen stellen, kommt es oft zu einer schwierigen Dynamik bis hin zu einem Teufelskreis.

    Dr.phil Thomas Aebi | CH

    Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie FSP und für Rechtspsychologie FSP und Leiter der Kantonalen Erziehungsberatung der Region Oberaargau in Langenthal/Schweiz.

  20. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 3

    Darüber sprechen, über die Merkmale der Ansprache und Beratung von Kindern nach erlebter häuslicher Gewalt

    Mit dem Beispiel des für den Kanton Bern erstellten Leitfadens zur Beratung von Kindern nach erlebter häuslicher Gewalt, wird speziell auf die Merkmale und Besonderheiten der Kommunikation durch Fachpersonen eingegangen.

    Ursula Klopfstein | CH

    Erstausbildung zur Pfegefachfrau 1985, danach Medizinstudium und Erwerb des Facharzttitels Rechtsmedizin FMH. Dissertation zum Thema: „The possibilities and limitations of the disulfiram-assisted therapy of alcoholics“ (supervised Prof. H.U. Fisch Bern).

  21. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 4

    Wie schafft man mehr Akzeptanz für Vernetzung zwischen Eltern, Schule und Jugendwohlfahrt?

    Sowohl Eltern also auch KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen scheuen oft davor zurück, sich in Problemsituationen an die Kinder- und Jugendwohlfahrtsbehörde zu wenden. Dies kann zum einen an fehlendem Wissen über die Möglichkeiten bzw. Angebote der Kinder- und Jugendwohlfahrtsbehörde liegen, zum anderen aber auch an der Angst, dass eine „Überreaktion“ der Behörde die Situation der Betroffenen verschlechtern könnte.

    Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Katharina Beclin | Ö

    1966 in Wien geboren, studierte ich an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Nach der Absolvierung der Gerichtspraxis wurde ich Universitätsassistentin am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien, seit 2006 bin ich Assistenzprofessorin für Kriminologie.

  22. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 5

    „Ich selbst bin nie geschlagen worden, aber meine Mutter und meine Schwester" – Folgen der Zeugenschaft von Gewalt anhand von Fallbeispielen

    Aufbauend auf den theoretischen Hintergründen unseres Vortrages werden wir anhand von eigenen Fallbeispielen und/oder Fällen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeiten von Prävention und auch Interventionen eingehen und Schwierigkeiten und Grenzen diskutieren.

    Dr. Thomas Beck | Ö

    Klinischer und Gesundheitspsychologe, Notfallpsychologe;


    Mag.a Iris Trawöger | Ö

    Erziehungswissenschafterin, Psychotherapeutin; Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT); Therapeutin Kinderbühne Landeck (2011- 2013);

  23. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 6

    Besonderheiten im Umgang mit Kindern als Mitbetroffene von Gewalt in Paarbeziehungen: Anforderungen an geeignete Unterstützungsangebote

    Im Rahmen dieses Praxisforums befassen wir uns mit den besonderen Herausforderungen im Umgang mit den mitbetroffenen Kindern. Was braucht es, um diese Kinder in geeigneter Weise zu unterstützen? Welche Angebote gibt es vor Ort? Im Rahmen eines moderierten Erfahrungsaustausches wird die Theorie mit der Praxis verbunden und gemeinsam Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten erarbeitet.

    Katrin Meier, Lic. phil., MPH | CH

    Studium der Psychologie an der Universität Bern, Master of Public Health an den Universitäten Basel, Bern und Zürich, Thesis zum Thema "Kinder als Mitbetroffene von Partnerschaftsgewalt".

  24. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 7

    Posttraumatische Belastungsstörung, eine möglicherweise unbehagliche Reise von der Entstehung bis hin zur Hoffnung auf Befreiung daraus.

    -Gibt es negative Emotionen?
    -Was ist ein Trauma
    -Wann wird aus einem Trauma eine Krankheit
    -Welche Faktoren sind neben dem stattgehabten Trauma maßgeblich mitbeteiligt
    -Tätertypen aus praxisnaher Erfahrung (ein nur kurzer Streifzug)
    -Welche Rolle spielt die Erziehung und die gesellschaftlichen Werte
    -Gemeinsame Diskussion inwieweit die vorher benannten Faktoren als Prädiktor für präventive Maßnahmen genutzt werden können

    Uwe Fleischer | Ö

    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
    Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

  25. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 8

    Kinder mittendrin – im Schatten häuslicher Gewalt

    Kinder mittendrin ist ein Projekt zur Sensibilisierung von Personen aus den Lebenswelten der Kinder – wie Schulen, Kitas,.... Es verbindet die Themen der Prävention gegen häusliche Gewalt und der Suchtprävention. Welche Schwierigkeiten wir antreffen und welche Mosaiksteine geglückt sind, werde ich Ihnen in meinem Referat erzählen und im Praxisforum vertiefen, diskutieren und austauschen.

    Susanne Wasserfallen | CH

    Fachmitarbeiterin Suchtprävention Aargau, Projektleiterin Kindermittedrin

  26. 16:30–18.30 Uhr – Praxisforum 9

    „Ich mache mir Sorgen um Sie und um Ihre Kinder“ Das Schweigen brechen – Gewalterfahrungen aktiv ansprechen

    In vielen Berufsbereichen können Präventions- und Interventionsmöglichkeiten nur genutzt werden, wenn mögliche Gewalterfahrungen aktiv und konkret von den MitarbeiterInnen angesprochen werden. Ausgehend von Beispielen und Erfahrungen aus der Arbeit des S.I.G.N.A.L. e.V. soll das Praxisforum Raum bieten, um Erfahrungen auszutauschen und Handlungssicherheit zu stärken.

    Karin Wieners | D

    Diplom-Politologin und Magistra Public Health Seit 1998 Beschäftigung mit Fragen der Intervention und Prävention bei häuslicher und sexualisierter Gewalt. Langjährige Mitarbeit in einem Berliner Frauenhaus. Mitarbeit in der wiss. Begleitung des 1. Interventionsprojekts in der Rettungsstelle einer Berliner Klinik und im Modellprojekt „Medizinische Intervention gegen Gewalt“. Seit 2010 Referentin in der Koordinierungsstelle des S.I.G.N.A.L. e.V..

  27. Empfang/Abendveranstaltung
    19:00 – 22:00 Uhr

 

  1. Check-In
    7.30–9.00 Uhr
  2. Impuls

    Christina M. Dalpiaz | USA
    A Chance to Heal

  3. 10:00 Uhr – Referat

    Das Gegenteil von gut ... fehlenden Daten zur Häufigkeit von Kindeswohlgefährdung und ihre Konsequenzen

    Kindeswohlgefährdung durch häusliche Gewalt ist ein bedeutsames Problem. Nur sind die Statistiken in Österreich und seinen Nachbarländern lückenhaft, und es ist nicht vollständig bekannt, wie viele betroffene Kinder über verschiedene zuständige Institutionen und Organisationen hinweg begleitet werden, von welchen Formen der Gewalt sie betroffen sind und wie sie betreut werden.

    Dr. Andreas Jud | CH
    ist seit mehreren Jahre in der interdisziplinären Forschung zum Kinderschutz tätig. Als Dozent an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit leitet er verschiedene Studien zu Entscheidungsprozessen – Meldung und Beurteilung von Gefährdungssituationen, Einleitung von Massnahmen, etc. – im institutionalisierten Schweizer Kinderschutz.

  4. Pause
    10:30-11:00 Uhr
  5. 11:00 Uhr – Referat

    Mittendrin oder nur dabei? Häusliche Gewalt aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen

    Häusliche Gewalt in der Kindheit hat vielfältige Auswirkungen und lassen Kinder und Jugendliche sehr unterschiedlich reagieren. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Erlebniswelt von Kindern in Familien mit häuslicher Gewalt. Anhand von Zitaten junger Erwachsener, die rückblickend über ihre Erlebnisse berichten, erfahren wir einiges über Bindung und Beziehung, Coping-Stratgien und Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Kinder.

    Dr.in phil. Sandra Dlugosch | D
    Diplom Sozialpädagogin (FH), Gestalttherapeutin (DVG), Traumatherapeutin, arbeitet seit gut 15 Jahren in unterschiedlichen Bereichen der Kinder-und Jugendhilfe in München.

  6. 11:30 Uhr – Referat

    Gewaltberichterstattung: Wie die Medien ihre eigene Wirklichkeit schaffen

    Das Bild, das die Medien von Verbrechen zeichnen, hat mit polizeilichen Erkenntnissen wenig zu tun. So werden irrationale Ängste geschürt, die ein Vorgehen gegen häusliche Gewalt erschweren. Der Medienwissenschaftler und Fernsehjournalist Dr. Thomas Hestermann hat Medienverantwortliche interviewt und ihre Berichterstattung untersucht.

    Prof. Dr. Thomas Hestermann | D
    Fernsehjournalist und Medienwissenschaftler. Studium der Politik, Sozialpsychologie und Soziologie an der Leibniz-Universität Hannover, Promotion als Medienwissenschaftler an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Tätigkeit in der Medienforschung, Analyse der TV- Gewaltberichterstattung.

  7. 12:00 Uhr – Referat

    „Bei häuslicher Gewalt hole ich mir Hilfe!“ – Prävention häuslicher Gewalt mit Kindern an der Grundschule

    Noch immer erleben zu viele Kinder in ihren Herkunftsfamilien häusliche Gewalt. Sie sind als Zeug/innen oder Opfer der Gewalt immer mit betroffen und oftmals auf sich allein gestellt. Kinderschutz ist ein Auftrag an die Schule. LehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen benötigen mehr Wissen und Handlungssicherheit, wie sie ihren SchülerInnen im Falle von häuslicher Gewalt adäquat begegnen können.

    Anne Thiemann | D
    Dipl. Sozialpädagogin, Master of Social Work Seit 2012 als Koordinatorin bei BIG Prävention in der Fortbildung pädagogischer Fachkräfte und gewaltpräventiver Arbeit (Schwerpunkt häusliche Gewalt) mit Kindern an Berliner Grundschulen tätig, 1995 -1999 Sozialpädagogische Fachkraft in der psychosozialen Begleitung von Frauen und Kindern in einem Berliner Frauenhaus.

  8. 12:30 Uhr – Referat

    Kinder als Mitbetroffene bei häuslicher Gewalt Versuch einer praxistauglichen Annäherung

    Täglich werden wir in den Medien mit häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen konfrontiert. Der praktische Umgang im Alltag stellt hohe Anforderungen an diverse Berufsgruppen. Aber alleine das Erkennen garantiert noch kein Handeln. Handeln erfordert Wissen um Möglichkeiten und Mut zur Tat. Verschiedene Präventions- und Handlungsmöglichkeiten sollen im Vortrag näher beleuchtet und alltagstaugliche Instrumente dabei erklärt werden.

    Dr.in med. Brigitte Niederer Blatter | CH
    Studium der Humanmedizin an der Universität Bern, Fachärztin FMH für Kinder- und Jugendmedizin, seit 2001 in eigener Kinderarztpraxis in Olten. Gründungsmitglied einer Intervisionsgruppe Kindesschutz Olten, Mitautorin im Handbuch „Kinder als Mitbetroffene von Gewalt in Paarbeziehungen“, leitende Ärztin der Neonatologie des Kantonsspitals Olten, leitende Ärztin multidisziplinärer Gruppenprogramme für Adipositas im Kindes- und Jugendalter, Lehrbeauftragte für Hausarztmedizin der Universität Bern.

  9. Mittagspause
    13:00-14:00 Uhr
  10. 14:00 Uhr – Referat

    Wenn Papa Mama schlägt. Wie Frauenunterstützung, Kinderschutz und Täterarbeit zusammenarbeiten können, um Kinder mehr in den Blick zu nehmen.

    Die drei Bereiche Frauenunterstützung, Schutz der Kinder und psychosoziale Arbeit mit häuslichen Gewalttätern arbeiten oft getrennt voneinander, nicht selten auch gegeneinander, verbunden mit Vorbehalten und Misstrauen.
    Wie können die unterschiedlichen Bereiche Blockaden der Zusammenarbeit abbauen?
    Welche Bedingungen braucht es, um sich gut zu vernetzen, Synergieenergien zu nutzen und Strukturen für ein gemeinsames Fallmanagement aufzubauen?

    Gerhard Hafner | D
    arbeitet in Berlin als Diplom-Psychologe in den Projekten „Kind im Blick“ (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin) und „Beratung für Männer – gegen Gewalt“ (Volkssolidarität LV Berlin e.V.), die sich den Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder sowie der psychosozialen Arbeit mit Tätern widmen.

    Monique Hoyer | D
    Erziehungswissenschaftlerin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, arbeitet als Sozialarbeiterin in den Projekten „Kind im Blick“ (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin) und an der Umsetzung des „Berliner Programms: Beendet häusliche Gewalt“ (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin).

  11. 14:30 Uhr – Referat

    „So kannst du mir helfen“ – Der Blickwinkel eines Missbrauchsopfers

    (M)Ein Kind erzählt:
    Warum sage ich nichts?
    Warum suche ich keine Hilfe? Wovor habe ich so große Angst? Warum schütze ich alle?

    Mag.a phil. Martina Maier | Ö
    DaZ/DaF- und Integrationstrainerin, Theaterpädagogin, AHS-Lehrerin. Seit 2008 im pädagogischen Bereich in England und Österreich tätig. Seit 2014 Spezialisierung auf Prävention gegen sexuellen Missbrauch und seit 2015 Projektleiterin für „Starke Kinder“ (Styria vitalis).

  12. Pause
    15:00-15:30 Uhr
  13. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 10

    Das Gegenteil von gut ... fehlenden Daten zur Häufigkeit von Kindeswohlgefährdung und ihre Konsequenzen

    In Anlehnung an den vorangegangen Vortrag wird mit den Teilnehmenden erarbeitet, welche Hürden angegangen werden müssen, um über verschiedene Organisationen hinweg – Kinder- und Jugendhilfe, Polizei, Kinderkliniken, etc. – einheitliche Angaben zu bekannt gewordenen Fällen von Kindesmisshandlung und Kindeswohlgefährdung zu erfassen.

    Dr. Andreas Jud | CH

    … ist seit mehreren Jahre in der interdisziplinären Forschung zum Kinderschutz tätig. Als Dozent an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit leitet er verschiedene Studien zu Entscheidungsprozessen – Meldung und Beurteilung von Gefährdungssituationen, Einleitung von Massnahmen, etc. – im institutionalisierten Schweizer Kinderschutz.

  14. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 11

    „Hey, schauts Ihr mal hinter die Kulissen?“ Was Kinder und Jugendliche, die häusliche Gewalt erleben, an Hilfe und Unterstützung wünschen

    In Ergänzung zum Vortrag beschäftigt sich das Praxisforum mit der Frage, was eine gute und hilfreiche Unterstützung für Kindern und Jugendliche bei häuslicher Gewalt sein kann. Auch hier zeigen Zitate Jugendlicher Wünsche und hilfreiche Erlebnisse auf, deren Folgen für die Konzepte und Unterstützungsangebote wir diskutieren wollen.

    Dr.in phil. Sandra Dlugosch | D

    Diplom Sozialpädagogin (FH), Gestalttherapeutin (DVG), Traumatherapeutin, arbeitet seit gut 15 Jahren in unterschiedlichen Bereichen der Kinder-und Jugendhilfe in München.

  15. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 12

    Am Pranger: Wie Gewaltberichte wirken – und was sich daran ändern lässt

    Wie Journalisten über Kriminalität berichten, hat vor allem damit zu tun, was hohe Aufmerksamkeit verspricht. Der Schlüssel dazu sind Emotionen, vor allem Furcht und Mitgefühl. So schürt die Berichterstattung eine irrationale Weltsicht und hat Folgen für das Sicherheitsempfinden und vielfach auf die Kriminalpolitik. Dabei erschwert die mediale Verbreitung von Schrecken, Familien wirksam zu stärken und Gewalt zu verhüten.

    Prof. Dr. Thomas Hestermann | D

    Fernsehjournalist und Medienwissenschaftler. Studium der Politik, Sozialpsychologie und Soziologie an der Leibniz-Universität Hannover, Promotion als Medienwissenschaftler an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Tätigkeit in der Medienforschung, Analyse der TV-Gewaltberichterstattung.

  16. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 13

    BIG Prävention stellt sich vor – Prävention häuslicher Gewalt mit Kindern an der Grundschule

    BIG Prävention arbeitet seit zehn Jahren in der Gewaltprävention an Berliner Grundschulen mit dem Schwerpunkt „häusliche Gewalt“. Im Praxisforum werden die Angebote und Materialien von BIG Prävention genauer vorgestellt und einige Übungen aus den Kinderworkshops gemeinsam erprobt. Fragen und kollegialer Austausch sind herzlich willkommen!

    Anne Thiemann | D

    Dipl. Sozialpädagogin, Master of Social Work Seit 2012 als Koordinatorin bei BIG Prävention in der Fortbildung pädagogischer Fachkräfte und gewaltpräventiver Arbeit (Schwerpunkt häusliche Gewalt) mit Kindern an Berliner Grundschulen tätig, 1995 -1999 Sozialpädagogische Fachkraft in der psychosozialen Begleitung von Frauen und Kindern in einem Berliner Frauenhaus.

  17. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 14

    Kinder im Kontext häuslicher Gewalt – wie gehen wir damit um?

    Während dem im theoretischen Teil einzelne Fakten zum besseren Verständnis der Problematik angesprochen werden, sollen im nachfolgenden Praxisforum interaktiv einzelne Instrumente zum Erkennen, Ansprechen und Handeln genauer angeschaut werden. Anhand von Beispielen sollen machbare Wege gezeigt und diskutiert werden. Der Vortrag wie auch das Praxisforum richten sich nicht ausschliesslich an ärztliches Personal, sondern an alle Berufsgruppen, welche mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, wie Hebammen, KindergärtnerInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, PolizistInnen etc.

    Dr.in med. Brigitte Niederer Blatter | CH

    Studium der Humanmedizin an der Universität Bern, Fachärztin FMH für Kinder- und Jugendmedizin, seit 2001 in eigener Kinderarztpraxis in Olten. Gründungsmitglied einer Intervisionsgruppe Kindesschutz Olten, Mitautorin im Handbuch „Kinder als Mitbetroffene von Gewalt in Paarbeziehungen“, leitende Ärztin der Neonatologie des Kantonsspitals Olten, leitende Ärztin multidisziplinärer Gruppenprogramme für Adipositas im Kindes- und Jugendalter, Lehrbeauftragte für Hausarztmedizin der Universität Bern.

  18. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 15

    Wenn Papa Mama schlägt. Was können Kinderschutz, Frauenunterstützung und Täterarbeit gemeinsam für die Kinder und Jugendlichen tun?

    Im Praxisforum betrachten die beiden ReferentInnen die unterschiedlichen Bereiche Frauenunterstützung, Kinderschutz und Täterarbeit mit ihrem jeweiligen Fokus. Meist arbeiten diese separiert nebeneinander her, verbunden mit Vorbehalten, etwa dass Kinderschutz gegen Mütter gerichtet ist oder Täterarbeit den Opfern von Gewalt wenig nützt.
    Ein Projekt wird vorgestellt, in dem alle drei Bereiche zusammengeführt sind!

    Gerhard Hafner | D

    … arbeitet in Berlin als Diplom-Psychologe in den Projekten „Kind im Blick“ (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin) und „Beratung für Männer – gegen Gewalt“ (Volkssolidarität LV Berlin e.V.), die sich den Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder sowie der psychosozialen Arbeit mit Tätern widmen.

    Monique Hoyer | D

    Erziehungswissenschaftlerin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, arbeitet als Sozialarbeiterin in den Projekten „Kind im Blick“ (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin) und an der Umsetzung des „Berliner Programms: Beendet häusliche Gewalt“ (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin).

  19. 15:30–17.30 Uhr – Praxisforum 16

    „Demaskiert – Erkenne, was bei vielen Missbrauchsopfern unsichtbar scheint“

    Dieser aktive Workshop dient als Wahrnehmungssensibilisierung und Empathietraining.
    „Ich will nicht und gleichzeitig fürchte ich mich auch davor, dass du erkennst, was mit mir wirklich los ist!“ Vielen Opfern geht es so. Vielen Opfern ist der Missbrauch weder in der Kindheit, noch im Erwachsenenalter anzusehen. Viele tragen Masken.
    • Was steckt hinter den Masken?
    • Wozu dienen Masken?
    • Wie kannst du möglicherweise helfen?

    Mag.a phil. Martina Maier | Ö

    DaZ/DaF- und Integrationstrainerin, Theaterpädagogin, AHS-Lehrerin. Seit 2008 im pädagogischen Bereich in England und Österreich tätig. Seit 2014 Spezialisierung auf Prävention gegen sexuellen Missbrauch und seit 2015 Projektleiterin für „Starke Kinder“ (Styria vitalis).

  20. Abschluss und Ausblick
    17.30-18.00
  21. Ende (Check-Out)
    18.00 Uhr